Eine Multikulturelle Gesellschaft und die langen Schatten der Vergangenheit: Willkommen in Triest

Die Hafenstadt Triest ist nicht nur die Wahlheimat von Autor Veit Heinichen, sondern auch die seines facettenreichen Ermittlers Commissario Proteo Laurentis: In diesem europäischen Schmelztiegel der eigenen Art leben inzwischen rund 90 verschiedene Ethnien. Dort vereinen sich die romanische, slawische und germanische Welt mit der mediterranen des Nordens. Das Ergebnis ist ein kulturell vielfältiges Gemisch der unterschiedlichsten Völker und Kulturen – und ein ideales Betätigungsfeld für den aus dem Süden Italiens stammenden Commissario. Denn auch das Verbrechen überschreitet die Grenzen von Ländern, Nationalitäten, Gegenwart und Geschichte in dieser bewegten Metropole. Um es mit Veit Heinichens Worten zu sagen:

"Triest […] [ist] eine Stadt voller Kontraste, Gegensätze,          Widersprüche und der Brücken zwischen diesen. […] der
Prototyp der europäischen Stadt – und eine Fundgrube für
denjenigen, der begreifen will, wie dieses Europa
funktioniert."
(Veit Heinichen in "Mein Triest" 3sat-Reihe Inter-City spezial).

In „Die Toten vom Karst“ geht es um Schmuggel, Drogengeschäfte, eine uralte Familienfehde – und ein Stück dunkle Stadtgeschichte.

Heinichen, Mitbegründer und ehemaliger Geschäftsführer des Berlin-Verlages, pendelte selbst jahrelang zwischen der deutschen Hauptstadt und der Hafenstadt an der Adria, bevor er sich 1999 aus dem Verlagsgeschäft zurückzog und sich endgültig in Triest niederließ. Seine Romane fangen Zeitgeist und Zeitgeschichte ein und werden so zum Spiegel gesellschaftlicher Realität in dieser schnelllebigen Zeit.

Das besondere Flair entsteht aber auch durch das Miteinander von mediterraner Lebensart und Kaffeehausromantik, das Meer und das die Stadt umgebende Karstgebirge mit seiner romantischen Anmutung und der düsteren Geschichte.

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