Schreibratgeberverfasser wissen´s noch viel besser. Und sie verraten´s auch. Gegen Geld.

Kritiker sind weltfremd und praxisfern.

Und wenn nicht?

Kritiken sollen Kaufempfehlungen sein.

Kritiken bestätigen nur ihre eigenen Theorien.

Kritiken sind intolerant.

Kritiken nehmen viel zu viele Rücksichten.

Kritiker sind verhinderte Autoren.

Was haben Autoren von Kritiken?

Was fangen Autoren mit lobenden, aber grenzdebilen Kritiken an?

Autoren können viel von Kritiken lernen. Vorausgesetzt, die sind „sachlich“.

Kritiken stoßen Diskussionen an.

Diskussionen verderben den Lesegenuss.

Kritiker vergleichen Texte. Meistens mit solchen, die kein Schwein kennt.

Kritiker feiern sich selbst. Kritiker müssen immer raushängen lassen, was sie alles wissen.

Aus Kritiken kann man sich manchen Lese-Tipp holen.

Kritiken erweitern den Horizont.

Es gibt solche und solche Kritiken.

Verrisse schreiben sich leichter. Da kann man die Sau rauslassen.

Hymnen schreiben sich leichter. Da muss man nur „oh, wie toll“ sagen.

Kritiker lesen nur Waschzettel und Klappentexte.

Kritiker sind analfixierte Pedanten.

Kritiker führen ihre Privatfehden auf dem Rücken von Büchern.

Kritiker sind eine verschworene, tyrannische Clique.

Kritiken sind ausrechenbar.

Kritiker besprechen nur Bücher von big names.

Es werden immer nur die gleichen Bücher besprochen.

Kritiken wollen immer originell sein.

Eine starke Kritik-Kultur schafft ein gutes Klima für das Genre.

Die Wahrheit liegt immer in der Mitte.

Finde die Fehler!

Thomas Wörtche © 07/2016

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